Der Grossmannhof (März 2021)

Die Wohnhausanlage in der Denisgassee/Wien 20 (erbaut 1925/26) wurde 1949 nach dem kommunistischen Journalisten und Widerstandskämpfer Oskar Grossmann (1903-1944) benannt. Der Böhme Grossmann, der bereits in seiner Jugend eine führende Funktion im kommunistischen Jugendverband innehatte, wurde 1930 ins Zentralkomitee der KPÖ gewählt. Er war Redakteur der Zeitschrift "Rote Fahne"; seine Artikel erschienen auch auf internationaler Ebene in der "Basler Rundschau" und in der "Kommunistischen Internationale". Nach der Besetzung Prags emigrierte Grossmann nach Frankreich, um dort für die "Nouvelles d´Autriche" und den "Soldat am Mittelmeer" zu schreiben; Letztere war eine Zeitung, die zur antifaschistischen Agitation unter den deutschen Soldaten in Südfrankreich herausgegeben wurde. Im Mai 1944 wurde er von der Gestapo gefasst und in den Folterkeller von Lyon gebracht, wo sich seine Spur verliert.  Quelle: https://www.wienerwohnen.at/hof/230/Grossmannhof.html